Umeboshi: Alles, was Sie über die fermentierte Pflaume im Herzen der japanischen Tradition wissen müssen
Eine kleine Frucht mit großer Geschichte
Umeboshi (梅干し), eine japanische Spezialität, die oft als „gesalzene Pflaume“ übersetzt wird, ist weit mehr als nur ein einfaches Würzmittel.
Diese kleine, runzlige Kugel mit ihrem salzigen und zugleich säuerlichen Geschmack begleitet die Menschen in Japan seit über tausend Jahren. Bereits in der Heian-Zeit (794–1185) wurde sie verzehrt und diente den Samurai als Proviant im Krieg: leicht zu transportieren, lange haltbar und wegen ihrer belebenden Wirkung geschätzt.
Auch heute noch findet man sie in vielen Bentō-Boxen in der Mitte des weißen Reises, wo sie an die japanische Flagge erinnert — eine ebenso symbolische wie praktische Geste, da die Umeboshi auf natürliche Weise antimikrobiell wirkt.
In unserem Online-Shop können Sie unsere handwerklich hergestellte Bio-Umeboshi entdecken, ideal, um sie unkompliziert in Ihre alltäglichen japanischen Gerichte zu integrieren.
Wie verwendet man Umeboshi in der Küche?
Häufigste Verwendung in Japan: mit warmem Reis gemischt
Die Umeboshi wird direkt in warmen Reis eingerührt, um ihn einfach und aromatisch zu würzen.
Einfachste Variante: als Tsukemono
Umeboshi kann ganz unkompliziert als Beilage serviert werden, ähnlich wie Tsukemono, zu einer Schale Reis oder zu einer japanischen Mahlzeit. Das ist eine der authentischsten Arten, sie zu genießen.
Als Topping für Seidentofu
Eine klassische pflanzliche Zubereitung: Eine Umeboshi leicht zerdrücken, zu einer Paste verarbeiten und auf frischen Seidentofu (Hiyayakko, 冷奴) geben. Dazu passen ein Spritzer Sojasauce sowie etwas Nori oder gerösteter Sesam. Ein äußerst einfaches, erfrischendes und zugleich charaktervolles Gericht.
Weitere Ideen:
- Als Dressing: fein gehackte Umeboshi mit neutralem Öl und Mirin oder Zitronensaft mischen
- Mit weißem Miso oder Sesampaste vermischt als aromatische Sauce
- Als Füllung für Onigiri (Reisbällchen)
- In Brühen oder zu Soba-Nudeln
- Als heißer Aufguss mit frisch geriebenem Ingwer
Hinweis: Aufgrund ihres intensiven Geschmacks genügt bereits eine kleine Menge.
Was ist Umeboshi genau?
Trotz ihres Namens stammt die Umeboshi botanisch gesehen nicht von einer Pflaume im westlichen Sinne. Sie wird aus der Ume-Frucht (Prunus mume) hergestellt, die oft als zwischen Pflaume und Aprikose angesiedelt beschrieben wird, tatsächlich jedoch eine eigenständige Art ist.
Die Früchte werden noch unreif geerntet und anschließend lange Zeit in Salz fermentiert, manchmal zusammen mit roten Shiso-Blättern, die ihr die typische Farbe verleihen.
Das Ergebnis ist ein zugleich sehr salziges, säuerliches und umami-reiches Produkt, dessen intensive Aromatik dazu führt, dass es nur in kleinen Mengen verwendet wird, aber eine große geschmackliche Wirkung entfaltet.
Ein traditionell geschätztes Gesundheitslebensmittel
Umeboshi gilt in Japan traditionell als förderlich für das Wohlbefinden:
- Natürliches Mittel zur Unterstützung der Verdauung
- Traditionell als alkalisch wirkendes Lebensmittel geschätzt, das zu einem ausgewogenen Säure-Basen-Verhältnis in der Ernährung beitragen soll
- Quelle von Antioxidantien (unter anderem durch Shiso)
- Volksheilmittel gegen Müdigkeit oder Katererscheinungen
In der traditionellen Hausküche wird zudem manchmal ein heißer Tee mit Umeboshi (Umeboshi-cha) zubereitet, um schwierige Morgen nach langen Abenden zu erleichtern.
Wo findet man hochwertige Umeboshi?
Bei EatInJapan.be wird Umeboshi in einer biologischen, handwerklich hergestellten und zusatzstofffreien Variante angeboten, die nach traditioneller japanischer Methode produziert wird.
→ Unsere Bio-Umeboshi entdecken
→ Siehe auch Umeboshi-Paste – im Alltag besonders einfach zu dosieren
Häufig gestellte Fragen zur Umeboshi
Wie schmeckt Umeboshi?
Sehr salzig, säuerlich und leicht fruchtig.
Kann man Umeboshi pur essen?
Ja, sie wird jedoch meist in kleinen Mengen zusammen mit Reis verzehrt.